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Wenn der Traumurlaub zum Alptraum wird

Rechtsanwalt Jens Hermann 24. April 2012

1. Urlaub, die schönste Zeit im Jahr
Wer kennt das nicht. Man schuftet das ganze Jahr über. Dann ein Lichtblick, endlich der Sommerurlaub ist gebucht. Jetzt steht es fest, mit dem Flieger zwei Wochen in den Süden: strahlender Sonnenschein, türkisenes Meer, weißer Sandstrand, Luxushotel in ruhige Lage, super Buffet mit allem was der Bauch begehrt. Kurz gesagt: einfach ein perfekter Urlaub zum Entspannen.

2. Doch dann kommt alles anders.
Im Hotel angekommen, kann von Ruhe nicht die Rede sein, man versteht ja nicht mal sein eigenes Wort. Das könnte natürlich an der riesigen Baustelle direkt nebenan liegen. Mal schauen; vielleicht kann man sich ja an dem toll angepriesenen Strand erholen. Doch siehe da; wo ist denn der feine Sand geblieben? Man muss sich beeilen um zwischen all dem Müll und Dreck noch ein freies Plätzchen zu ergattern. Und wer hat das türkisene Wasser gegen diese Brühe eingetauscht? Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass in der Beschreibung von Haustieren die Rede war. Man muss sich hier Essen und Zimmer mit dicken schwarzen Tierchen teilen.

3. Was tun?
Seien Sie beruhigt: Sie müssen einen solchen Zustand keinesfalls hinnehmen. Als erstes beschweren Sie sich noch direkt vor Ort und verlangen Abhilfe. Versäumen Sie dies, können Sie auch im Nachgang von einer erfolgreichen Geltendmachung von Ansprüchen ausgeschlossen sein! Wichtig ist nur, dass Sie vor Ort alles dokumentieren, das heißt genau aufschreiben und wenn möglich durch entsprechende Fotos belegen.

Aber keine Panik, wenn Ihnen nicht direkt vor Ort geholfen wird, gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten, wie zum Beispiel Preisminderung oder Schadensersatz, sowie als immateriellen Schaden entgangene Urlausfreuden im nachhinein noch geltend gemacht werden können. Allerdings ist dabei Eile geboten. Im deutschen Reiserecht müssen entsprechende Ansprüche innerhalb eines Monats nach Beendigung der Reise erhoben werden.

Bei der Geltendmachung Ihrer Rechte sollten Sie sich von einem Anwalt unterstützen lassen, damit Sie sicher sein können, dass Ihre Interessen hier optimal betreut werden.

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Plötzlich ist man “Verbrecher” - Was tun, wenn man “Beschuldigter im Strafverfahren ist?

Rechtsanwalt Jens Hermann 28. März 2012

Ein Anhörungsschreiben der Polizei liegt auf einmal im Briefkasten. Darin steht in dürren Worten, dass man “Beschuldigter im Ermittlungsverfahren” ist und nun bei der Polizei ein Anhörungstermin angesetzt wurde, den man wahrnehmen und dort eine Aussage machen soll. Der Vorwurf lautet beispielsweise auf Nötigung, auf (fahrlässige) Körperverletzung oder auf unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Muss ich nun wirklich zur Polizei?
Die Antwort lautet: Nein.

Solange keine Ladung des Staatsanwalts oder des Gerichts vorliegt, müssen Sie Anhörungstermine nicht wahrnehmen. Sagen Sie derartige Termine ab und kontaktieren Sie einen Strafverteidiger.

Ganz wichtig: Äußern Sie sich ohne vorherige Absprache mit Ihrem Anwalt niemals (und seien Sie auch noch so schuldig oder unschuldig) mündlich, schriftlich oder sonst wie gegenüber der Polizei zum Tatvorwurf.

Wenn Sie unbedingt einen Satz loswerden wollen, dann ohne Strafverteidiger nur diesen:
„Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zur Sache keine Angaben machen möchte.“

Warum? Jede Äußerung von Ihnen wandert sofort in die Ermittlungsakte und ist nicht mehr ungeschehen zu machen. Sie legt die Verteidigung fest oder schränkt wenigstens deren Möglichkeiten ein. Vor Akteneinsicht ist jede Äußerung von Ihnen im besten Falle überflüssig.

Nach einer Prüfung der Akte durch Ihren Anwalt bleibt immer noch genug Zeit für – dann wohlüberlegte - mögliche Aussagen. Eine schnelle Aussage hilft fast nie.

Ein wichtiger weiterer Tipp: Sparen

Sie keinesfalls am Strafverteidiger - ein Strafverfahren ist eine ernste Angelegenheit mit häufig unabsehbaren Konsequenzen für Ihr Leben. Ohne professionelle Hilfe stehen Sie hier schnell auf verlorenem Posten. Ein versierter Strafverteidiger wird Ihren Fall nüchtern analysieren und alle juristischen Register für Sie ziehen. Er kennt Kniffe, eine Strafsache gegebenenfalls schon im Stadium des Ermittlungs-verfahrens zur Einstellung zu bringen, wenn Sie ihn gleich nach Erhalt der Anhörung aufsuchen. Aber auch er kann natürlich nicht
„zaubern“ und wird Ihnen – jedenfalls wenn er seriös arbeitet – niemals einen bestimmten Verfahrensausgang versprechen.

Ein abschließender Rat: Prüfen Sie, ob Ihre Rechtsschutzversicherung Strafrechtsschutz bietet. Dieser kann zwar nie umfassend sein, weil vorsätzlich strafbares Handeln kaum zu versichern ist, allerdings kann ich für klassische,auch gravierende, Verkehrsstrafsachen im Fahrlässigkeitsbereich (bspw. Fahrlässige Körperverletzung, Fahrlässige Tötung, Fahrlässi-ge Trunkenheit u.a.) durchaus Rechtsschutz bekommen und mich so gegen die Kosten eines solchen Strafverfahrens (Anwaltskosten, Gerichtsgebühren, Sachverständigenkosten, Zeugenauslagen) umfassend absichern. Diesen Schutz sollten Sie unbedingt haben.

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